Powerfrauen in der Kunst

Zum Impressionissmus gehörten und zählten die bekanntesten Malerinnen wie Berthe Morisot, Eva Gonzales, Maria Barcquemond sowie Mary Cassatt dazu.
Sie waren ihren männlichen Kollegen künsterlisch ebenbürtig und gehörten zum inneren Kreis der Impressionisten, die sogar am Pariser Salon ausstellten. Sehr oft trugen in dieser Zeit Kunstkritiker dazu bei, dass die Künstlerinnen vergessen und die Männer berühmt wurden. Der riesengrosse weltweite Erfolg von Frida Kahlo, inspirierte mich, starke Kunst mit starken Frauen zu zeigen. 

Das erste abstrakte Bild malte eine Frau, die Schwedin und Künstlerin Hilma af Klint, 1906. Ihre tollen Werke wurden damals links liegen gelassen, aufgrund ihres weibichen Geschlechts. Museen und Kunstkritiker schwiegen, obwohl die Künstlerin die Pionierin in der abstrakten Kunst war. Kandinsky‘s erstes abstraktes Bild enstand erst später, 1910.
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Der Einfluss des Nationalsozialismus nach der Machtergreifung, brachte die Künstlerinnen unter Druck. Sie erhielten Ausstellungsverbot und wurden aus den Künstlervereinigungen ausgeschlossen, wenn sie nicht dem nationalsozialistischen Gedankengut entsprachen. 

Nach oder während des Krieges war es für Frauen immer noch sehr schwer, sich in der Kunstwelt zu behaupten.

Doch Traute von Kaschnitz studierte trotzdem von 1933 bis 1938 an der Wiener Kunstgewerbeschule. Anschliessend, von 1948 bis 1949, illustrierte sie die Artikel von John Lloyd in den British- Morning News, einer Zeitung der Alliierten in Österreich. Somit hatte sie ein solides Einkommen und war mit ihren Karikaturen ab da recht erfolgreich (nur ihr Namen wurde verschwiegen). 

Auch Margrit Hildebrand hatte viel Mut, Sie war eine der ersten Frauen, die bei Johannes Itten ab 1943 in die Kunstgewerbe Schule ging.(Von 1938 bis 1953 ist Johannes Itten Direktor der Kunstgewerbeschule und des Kunstgewerbemuseums in Zürich. Gestaltung der Vorbereitungsklassen im Sinne des Bauhaus-Vorkurses. Itten unterrichtet Farbtheorie und ist ab 1943 zusätzlich Leiter der Textilfachschule in Zürich.) Nach der bestandenen Textilfach-Schule arbeitete Sie freiberuflich als Textildesignerin. Sie verkaufte Ihre Entwürfe und verdiente gutes Geld damit.

Auch heute haben viele Museen Arbeiten von tollen Künstlerinnen und immer noch verstauben die wunderbaren Werke in den Kellern...



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