Künstler Drucke- E. A. ( Epreuve d’Artiste ) oder Proof- Erklärungen Von Rene Bernhard Fineart, Zürich

Künstlerdrucke

Kunsthistoriker, Kuratoren und Kunst-Sammler sowie der Handel betrachten die Arbeitsbeweise als besonders begehrenswert wegen ihrer Seltenheit, der Einsicht, die sie in den Fortgang des Werkes geben können.
Gerade bei toten Künstlern können sie der einzige Beweis für die schrittweise Entwicklung eines Bildes durch den Künstler sein, etwas, das normalerweise nicht mit bei Gemälden und Zeichnungen verfügbar ist.
Der Sammler bevorzugt meist den endgültigen Proof (Artist-Proof) des Künstlers, auch wenn sie mit der Haupt-Auflage identisch sind. Prints werden in der Regel als limitierte Editionen verkauft. Der Beweis eines Künstlers- Proof hat einen besonderen Wert wegen seiner Seltenheit und einer Kleineren Auflage und seiner möglichen Unterschiede zum "Standard" -Druck (Haupt-Auflage), Faktoren, die sich oft im Preis widerspiegeln je Berühmter der Künstler je Teurer.

E. A. Epreuve d’Artiste ( e.a. )

A. P. artist print ( engl. )

P. P. printers proof ( Belegexemplare des Druckers )

H. C. hors commerce

Bezeichnung E. A. ( Epreuve d’Artiste ) oder Proof

Anstelle der Bezifferung der Druckauflage wurde die Bezeichnung E. A. oder Proof verwendet. Diese bedeutet, dass es sich um Abzüge des Künstlers für den Eigenbedarf handelt, die zusätzlich zur Auflage gedruckt wurden.

Üblicherweise zählt diese um die 10 bis 20 Blätter. Es gibt aber Ausnahmen, wie z.B. beim Hundertwasser, der in einer Auflage mehrere Farbvarianten erstellte.

Sehr oft werden die E. A.- Exemplare zur Unterscheidung von der Auflageserie mit römischen Zahlen bestückt; Beispiel "E. A. III/ XX“ oder Proof III/XX.

Weil diese Drucke sehr oft vor der eigentlichen Auflage gedruckt werden, besitzen sie die höchste Qualität und sind daher sehr begehrt. Sammler, Museen oder Galerien müssen daher je nach Berühmtheit des Künstler mehrfache Kosten der normalen Auflage aufbringen. Wenn man das Glück hat, sieht man alle diese Arbeiten und der ganze Aufbau des Werkes. Es ist ein seltener Fall und sehr interessant. Bei einem Gemälde oder einem Aquarell sieht man das nicht. Hier steht nur das fertige Bild. Darum sind Sammler und Museen an solchen Arbeiten sehr interessiert.


Bezeichnung H. C. ( hors commerce )

Mit dieser Bezeichnung wurden Drucke außerhalb des Handels bezeichnet, die nicht immer nummeriert sind, z.B. für Freunde oder Galerien des Künstlers.


Zustandsdruck

E. E. Epreuve d’Etat, Epreuve d’Essai, und Proofs

Die so gekennzeichneten Blätter sind Probedrucke oder Zustandsdrucke. Diese wurden während der Arbeit des Künstlers zur Kontrolle gedruckt. Die Blätter haben noch nicht die endgültige, als Auflage gedruckte Fassung. Daher sind sie als Einzelstücke/ Unikate sehr oft gesucht und gehören zu den Raritäten und Sammlerobjekten. Diese Einzelstücke sind wie „Arbeitsblätter“ anzusehen, die teilweise von Hand des Künstler aquarelliert sind. Oder aber notiert der Künstler auf dieses Blatt, wie und welche Änderungen vorzubringen sind; z.B. mehr blau und so weiter.

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